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Moving Averages können helfen, besser Kaufentscheidungen zu fällen

Vorabhinweis: Movinge Averages haben in der Regel nur in Aufwärtstrends mit geringer Volatilität ihre Daseinsberechtigung. In volatilen Zeiten verlieren sie an Bedeutung, da die Emotionen das Ruder übernehmen!

Sicher kennen Sie auch die Situation, dass ihr Vermögensverwalter ihnen einen Aktienkaufvorschlag unterbreitet, der a) durch eine Studie der Bank and b) auch aus Sicht des Beraters gut in ihr Depot passt. Gesagt getan landet die Aktie in ihrem Depot. Nun stellen Sie fest, dass das der Wert entgegen der eigenen Erwartung, ein gutes Geschäft gemacht zu haben, fällt. Dieser Vorgang wiederholt sich laufend. Wenn die Tipps ihres Bankers immer so wertvoll wären, müsste er nicht für Sie arbeiten und könnte über die Zeit aus seinem eigenen Geld ein Vermögen machen.

Wir vertreten ja als Value Investor die These, dass wir ein Unternehmen nur kaufen, wenn wir es verstehen und den potentiellen Wert des Unternehmens kennen und der aktuelle Marktpreis (Aktienkurs) unterhalb unseres fairen Wertes liegt. Da sich aber viele diese Mühe nicht machen und auf Tipps Dritter angewiesen sind und vertrauen, können technische Signale wie einfache Moving Averages Kauf- als auch Verkaufsentscheidungen verbessern.

Grundsätzlich nutzen Trendfolger und so genannte SwingTrader diese, um eine positive als auch negative „Welle“ zu reiten. Dabei kaufen (Long) oder verkaufen (Short) Sie eine Aktie und halten sie einige Wochen. Wir fokussieren uns hier daher auch nur auf die Zielgruppe und betrachten zu keinem Zeitpunkt das in unseren Augen kapitalvernichtende DayTrading.

Moving Averages helfen a) Trends zu quantifizieren und b) Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkte zu definieren. Sie werden in der Regel auch zu so genannten Unterstützungs- (Support) als auch Widerstandslinien (Resistance). Dies hängt damit zusammen, dass professionelle Marktteilnehmer auf diese technische Analyse zurückgreifen auch im Rahmen ihres Risikomanagements. Und wenn es alle machen, wird es oft aber nicht immer zur selbsterfüllenden Prophezeiung.

Die wichtigsten Moving Averages

200-SMA:

Die 200-Tagelinie zählt langfristig zur wichtigsten Linie. Oberhalb dieser Linie gilt als ein positives (bullish) und unterhalb als ein negatives (bearish) Signal. Als langfristiger Investor ist es empfehlenswert, Aktien ohne den intrinsischen Wert des Unternehmen zu kennen, nur oberhalb der 200-Tagelinie zu kaufen. „Bad things happen below the 200-SMA!“
Bullen kaufen sehr gerne einen „Dip“ auf die 200-SMA Linie, während Bären unterhalb der Linie Aktien verkaufen (Shorting).

50-SMA:

Diese Linie wird insb. von führenden Aktien (wie z.B. FANG in 2017) als typische „Pull back“-Linie gehandelt. Auf diesem Niveau drehen Kurse dieser beliebten Unternehmen oft wieder nach oben. Sie ist daher ein ideales Trendsignal.

21-EMA:

Die exponentielle 21-EMA Linie ist in der Regel die letzte Unterstützungslinie in einem volatilen Aufwärtstrend.

Moving Averages mit kürzerer Laufzeiten (5-EMA, 10-EMA/SMA) taugen tatsächlich nur für kurzfristige Betrachtungen und spielen für uns als langfristig orientierte Anleger eine eher untergeordnete Rolle.

Interessante Erkenntnisse rund um Moving Averages:

„Monster“ Aktien wie Google, facebook und Co. finden unter normalen Umständen eine wichtige Unterstützung auf der 200-SMA-Linie. Wird diese durchbrochen droht Ungemach.

Scheiden verschiedener Moving Averages:

50-SMA schneidet 200-SMA nach oben: Ist ein äußerst positives Signal

50-SMA schneidet 200-SMA nach unten: Dies ist ein sehr negatives Signal

10-SMA schneidet 50-SMA nach oben: Gilt als eines der erfolgreichsten positiven SwingTrader-Signale

Wir halten fest:

  • Kaufen Sie nicht einfach eine Aktie aufgrund eines Tipps
  • Kennen Sie den intrinsischen Wert und somit einen auf Zahlen basierenden Einstiegszeitpunkt
  • Haben Sie nicht die Zeit für eine Value Analyse nutzen Sie technische Signale auf Basis von Moving Averages um ihre Kauf- und Verkaufsentscheidungen zu verbessern

Disclaimer:

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